| Protestantismus in St. Ingbert - Chronik der Martin-Luther-Kirchengemeinde | |||||||
Die Geschichte der Protestanten von St. Ingbert ist relativ jung im Vergleich zu der unserer römischkatholischen Mitchristen. Die Wurzeln der evangelischen Minderheit reichen zurück bis ins 18. Jahrhundert, als unter dem protestantischen Pächter des St. Ingberter Eisenwerks, Philipp Heinrich Krämer, ab 1788 vermehrt Protestanten im hiesigen * Eisenwerk Arbeit fanden; dazu kamen im Laufe der Zeit Bergleute und Glasmacher, die auf der St. Ingberter Grube und in der Schnappacher Glashütte ihr Brot verdienten. * Hintergrundinformationen zur Geschichte des Eisenwerkes:
Bis zum Jahre 1822 wurden die St. Ingberter Protestanten von der Scheidter Filiale der Pfarrei Dudweiler betreut;
danach wurden sie in die Pfarrei Neuhäusel eingegliedert.
Den ersten Schritt zu einer selbständigen Kirchengemeinde bildete im Jahre 1852 die Einrichtung eines ständigen Vikariats, welches 1862 in eine Pfarrstelle umgewandelt wurde. Seit dem Jahre 1859 hat die Gemeinde ihr eigenes Gotteshaus, die Martin-Luther-Kirche. Im Jahre 1926 wurde im Zuge der Industrialisierung in der stetig wachsenden Gemeinde mit der Schaffung eines eines Stadtvikariates eine weitere Seelsorgerstelle für den Südteil der Stadt eingerichtet. Aus ihr ging im Jahre 1928 die zweite Pfarrstelle hervor. Im Jahre 1995 wurde aus dem südlich der Kaiserstraße gelegenen Pfarrbezirk eine eigenständige Gemeinde, die heutige Protestantische Christus-Kirchengemeinde St. Ingbert. Seitdem gibt es in unserer Stadt außer den sieben katholischen Pfarrgemeinden zwei evangelische. |
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