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You-Tube 3SAT-Video, Kulturzeit: "Frisch auf den Müll - die globale Lebensmittelverschwendung"
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Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung
Unser Lebensmittelmüll produziert und verstärkt das Leid des Hungers auf unserem Globus Das Essen, das wir in Europa wegwerfen, würde zwei Mal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren
Täglich werden essbare Lebensmittel, mit gültigem Haltbarkeitsdatum, in riesigen Mengen weggeworfen. Deutschland führt mit etwa 50% die einsame Spitze der ESSENSVERNICHTER in Europa an.
So bleiben Kartoffeln aus deutschen Landen zur Hälfte schon bei der Ernte auf dem Feld zurück, weil sie nicht der "Norm" entsprechen. Sie sind entweder zu klein oder zu groß,
oder haben andere Schönheitsfehler. Jeder zweite Kopfsalat wird aussortiert, jedes fünfte Brot entsorgt. In den Abfall-Containern der Supermärkte findet man riesige Mengen
einwandfreier Nahrungsmittel, original verpackt, mit gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum.
Was nicht gut aussieht, fliegt raus: Zu krumme Gurken, zu helle Tomaten, zu kleine oder "unschöne" Äpfel kommen gar nicht erst in den Handel, sondern landen direkt im Müll und müssen zusätzlich entsorgt werden. Mehr als die Hälfte unserer Lebensmittel wird weggeschmissen. Allein diese Folgen auf das Klima der Welt sind um das Mehrfache größer als die umweltgefährdende "Alibi-Aktion" zum Verbot der Glühlampen. Der Kostendruck auf die Weltmarktpreise steigt durch dieses Verhalten ins Unerträgliche und ist mit ursächlich für die Steigerung des Hungers in der Welt. Das Essen, das wir in Europa wegwerfen, würde reichen, um viele Hungernde auf der Welt zu ernähren. Warum schmeißen wir es trotzdem weg? Mit diesem Thema beschäftigt sich der Dokumentarfilm "Taste the Waste", der am 8. September in den Kinos startet. welthungerhilfe.de Taste the Waste - der Film Die Essensvernichter - das Buch
Zeitgleich zum Kinostart von „Taste The Waste“ erscheint das Buch „Die Essensvernichter“. Es ergänzt den Film um weitere Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge. Es beleuchtet
historische Entwicklungen der Überproduktion, der Wegwerfgesellschaft und der "Amerikanisierung der Ernährungsgewohnheiten" und zeigt die Auswirkungen des Überflusses in den
Industrienationen auf das Leben in Entwicklungsländern. Die Autoren Stefan Kreutzberger und Valentin Thurn lassen Sachverständige und Aktivisten zu Wort kommen und stellen
beispielhafte Aktionen und Kampagnen vor. Das Buch ist auch eine Anleitung zum Aktivwerden. Es soll eine gesellschaftliche Veränderung anstoßen.
Es ist für viele Menschen unerträglich mit ansehen zu müssen, wie gerade in den christlich geprägten Ländern der westlichen Welt, das Gebot der "Nächstenliebe" dem puren Eigennutz und der grenzenlosen Verschwendung geopfert wird. Dies ist beileibe nicht nur eine Angelegenheit der Christen und ihrer Kirchen, es ist vielmehr ein zwingendes Erfordernis der elementaren Menschlichkeit. Jeder hier bei uns, der verantwortungsvoll und bewusst mit Nahrungsmittel umgeht und sich dem Druck der alltäglichen "Wegwerfmentalität" mutig entgegenstellt, hilft nicht nur seinem Geldbeutel, sondern trägt aktiv zur Beseitigung des Hungers in der Welt bei. Außerdem wird dadurch - wie bei der Ablehnung von Nahrungsmittel für Benzin (E 10) - ein Beitrag für die Verbesserung des Weltklimas geleistet. Kein Essen in den Müll Keine Nahrungsmittel für Benzin |
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